Arbeitswoche

Besuch Neu-Bethlehem3

Auch außerhalb der 22 Sitzungswochen des Deutschen Bundestages, bei denen Präsenzpflicht in Berlin besteht, bleibt keine große Pause zum Verschnaufen. Während der so genannten sitzungsfreien Wochen widme ich mich intensiv den anstehenden Aufgaben in meinem Wahlkreis.

Die dabei anfallenden Tätigkeiten reichen von der administrativen und organisatorischen Arbeit sowie der Absprache mit meinen Mitarbeitern bis hin zu Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und vor allem aus der lokalen Bildungslandschaft sowie der Teilnahme an vielen Veranstaltungen in Göttingen und dem Umland. Dabei bin ich von Hann. Münden bis Osterode im Einsatz. Ein Flächenwahlkreis fordert eben nicht nur die Präsenz in der Stadt Göttingen. Er gibt vielmehr Gelegenheit, auch das Umland mit einzubeziehen. Für mich kein Problem: Selbst als gebürtiger Göttinger lerne ich mit Freude jeden Tag mehr über meinen Wahlkreis und die Menschen in unserer Region.

Natürlich ist jede Woche in meinem Wahlkreis anders. Daher soll Ihnen ein Überblick über eine meiner ersten Wochen im Jahr 2010 dabei helfen, sich ein Bild von meiner Arbeit in meinem Wahlkreis Göttingen zu machen.

Montag

Zu Beginn der neuen Woche führe ich mit meinem Büroleiter Gespräche über die anstehenden Termine der Woche und verschaffe mir einen Ausblick auf das Programm der nächsten Tage. Zudem muss die Post bearbeitet werden und es sind viele Unterlagen zu lesen. Abends bin ich zu Gast beim Neujahrsempfang der Göttinger Volksbank und kann wieder einmal gute Gespräche führen.

Dienstag

Nach der Bearbeitung der täglichen Korrespondenz per Post, Fax, Telefon und Internet bereite ich mich auf meinen ersten Termin vor: Ein Mediziner der Universitätsmedizin Göttingen erläutert uns anschaulich seine Arbeit und moniert bürokratische Hemmnisse seitens des Staates, die ihn in seiner Arbeit zum Wohle seiner Patienten behindern.

Ein anschließender Nachmittagstermin fällt spontan aus. Auch so etwas kommt vor. Daraus ergibt sich jedoch wieder etwas Zeit, sich den Themen meiner Ausschüsse, Umwelt- und Sportpolitik, zu widmen. Ich sehe es als meine Pflicht an, mich gewissenhaft auf jedes anstehende Gesetzesvorhaben vorzubereiten.

Mittwoch

Der Wahlkreis Göttingen umfasst deutlich mehr Orte und Städte als nur das Stadtgebiet. Heute fahre ich mit meinem Mitarbeiter zu einem Antrittsbesuch beim Bürgermeister von Hann. Münden und informiere mich vor Ort über die wirtschaftliche und haushaltspolitische Situation. ich kann einige gute Hinweise für meine Arbeit mitnehmen. Nach einem Ständchen der hiesigen Sternsinger verabschiede ich mich.

Anschließend besuche ich einen kleinen Hotelier und frage nach den Auswirkungen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes auf seine konkrete Situation. Er erklärt mir, dass gerade die kleinen Betriebe nun endlich anfallende Reparaturen und Renovierungen durchführen könnten. Dabei ist es ihm besonders wichtig darauf hinzuweisen, dass dafür sonst kein finanzieller Spielraum vorhanden gewesen wäre. Kredite sind für kleine Unternehmer gerade jetzt schwer zu bekommen und die Zinsbelastungen wären enorm. Der Unternehmer ist dankbar für die Reformen. Er hat sofort erste Investitionen getätigt und Aufträge an lokale Handwerker vergeben. Die Qualitätssteigerung kommt den Gästen zu Gute. Plastischer kann man sich kaum von der Sinnhaftigkeit des Gesetzes kaum überzeugen.

Zurück in Göttingen widme ich mich wieder der Korrespondenz mit Bürgern, Unternehmen und Verbänden.

Donnerstag

Morgens steht gleich wieder der erste Termin ins Haus. Wir sind zu Gast bei einem lokalen Verband und informieren uns vor Ort über die anstehenden Probleme für die Göttinger Wirtschaft. Neben konkreten Anregungen für Verbesserungen nehme ich vor allem die Zufriedenheit mit der Landespolitik mit auf den Weg. Auch wenn ich nicht alles teile, was mir argumentativ angetragen wird, so erfahre ich doch viel Neues und nehme interessante Einblicke mit.

Anschließend stehe ich den Bürgerinnen und Bürgern in der wöchentlichen Bürgersprechstunde zur Verfügung. Heute findet diese zwar wegen auswärtiger Termine erst später statt, dafür bleibe ich jedoch auch länger im Büro. Es ist mir besonders wichtiger, ein ansprechbarer Abgeordneter zu sein, der für die Sorgen, Probleme und Anregungen der Menschen vor Ort stets ein offenes Ohr hat.

Jeden Donnerstag von 8 bis 13 Uhr halten wir daher eine persönliche Bürgersprechstunde in unserem Wahlkreisbüro ab.

Nachmittags steht einmal mehr die Bearbeitung der Korrespondenz an. Außerdem bereite ich mit meinem Wahlkreismitarbeiter auf die morgigen Termine vor. Anschließend folgen Terminkoordinierungen. Alleine wäre es kaum möglich, einen Überblick über die vielen Terminanfragen, die tagtäglich in Berlin und Göttingen eintreffen, zu behalten.

Freitag

Der letzte Werktag der Woche besteht in erster Linie aus Außenterminen. Zuerst besuche ich einen Verband aus der Region. Schwerpunktthema ist dabei der Übergang von der Universität ins Berufsleben. Ich erkläre meinen Standpunkt und erhalte wertvolle Tipps auf diesem Gebiet. Anschließend fahre ich direkt zur Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Kunst (HAWK). Ich bin begeistern vom Erfolg dieser Hochschule: Durch eine enge Verzahnung mit der lokalen Wirtschaft ist der direkte Übergang von der Hochschule ins Erwerbsleben hier fast ausnahms- und lückenlos gegeben. Göttingen ist als vielfältiger und exzellenter Hochschulstandort für unsere Region unverzichtbar geworden.