Chemikalienpolitik

Die Dosis macht das Gift
Chemikalien sind im Alltag allgegenwärtig, denn ihre Verwendung trägt erheblich zu unserem Lebensstandard bei. Die Nutzung von Chemikalien birgt jedoch auch Gefahren. Schon 1538 wusste der renommierte Arzt und Alchemist Paracelsus: „Allein die Dosis macht das Gift.“ An dieser Feststellung hat sich bis heute nichts geändert. Fast jede Chemikalie ist potentiell gefährlich – entscheidend ist dabei jedoch im Wesentlichen die Stoffkonzentration und die Zeitdauer der Exposition, denen Mensch und Umwelt ausgesetzt sind. Daraus folgt eine wichtige grundsätzliche Unterscheidung in der Chemikalienpolitik, nämlich die zwischen Gefahr und Risiko. Das mit der Verwendung einer Substanz einhergehende Risiko ergibt sich aus der Kombination der stoffinhärenten Eigenschaften (z.B. explosiv, krebserzeugend, erbgutverändernd oder umweltgefährlich) und der individuellen Exposition. Ziel einer aufgeklärten, rationalen Chemikalienpolitik muss es sein, Menschen, Organismen und Umwelt vor nicht vertretbaren Risiken zu schützen. Verstärkte Aufmerksamkeit wird dabei heute auf ökotoxikologische Gefährdungen gelegt. Zu beachten ist hier, dass Risiken sich auch aus der Nicht-Anwendung einer Chemikalie, etwa wenn dadurch das Gesundheitsschutzniveau verringert wird, ergeben.
Chemiestandort Deutschland
Für den Industriestandort Deutschland ist eine von Vernunft und Augenmaß geleitete Chemiekalienpolitik von großer Bedeutung. Die deutsche chemische Industrie ist weltweit führend, forschungsstark und einer der größten Arbeitgeber des Landes. Liberale Chemikalienpolitik hat deshalb nicht nur ein hohes Schutzniveau der Umwelt zum Ziel, sondern achtet stets auch darauf, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die deutsche Industrie zu schaffen. Als Berichterstatter für Chemikalienpolitik im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages fühlt sich Dr. Lutz Knopek diesen Zielen ganz persönlich verpflichtet.